6. Die erste Auferstehung — die Auferstehung der Erlösten¶
Die Bibel gibt uns Hoffnung, weil wir im Glauben und mit Hilfe des Heiligen Geistes im Innern eine Umwandlung erfahren können, die nur deshalb möglich ist, weil Jesus mit seinem Tod wieder eine Verbindung zwischen Gott und Mensch hergestellt hat.
Die erste Auferstehung der Erlösten ist ein wunderbares Geschehen. Sie findet statt bei Jesu Wiederkunft, dem Tag des Herrn. Jesus kommt wieder zur Erde1, jedoch nicht als Kind, sondern als König aller Könige. Einige wenige Menschen, in der Bibel als die 144.000 oder als „Übrige" bezeichnet, haben sein Kommen sehnsüchtig erwartet und in ihrem Geist das Geschenk eines neuen Lebens vollständig angenommen. Sie können Jesus in seiner Herrlichkeit anschauen und freuen sich über seine Wiederkunft. Für diese auch als „Erstlinge" oder „Erstgeborene" Bezeichnete gilt, dass sie nicht sterben müssen, sie werden schlagartig umgewandelt.
Alle anderen Menschen, die noch auf der Erde leben, sind für Jesus verloren, weil sie sich nicht retten lassen wollen. Bis zuletzt wenden sie sich mit Worten und Taten gegen Gott. Sie bereuen ihren Zustand nicht einmal in den letzten Plagen:
Und der fünfte Engel goß aus seine Schale
auf den Stuhl des Tiers;
und sein Reich ward verfinstert,
und sie zerbissen ihre Zungen vor Schmerzen
und lästerten Gott im Himmel vor ihren
Schmerzen und vor ihren Drüsen (Geschwüre)
und taten nicht Buße für ihre Werke.
— Offenbarung 16,10-11
Diese Menschen können den Anblick Jesu nicht ertragen und fliehen vor ihm, jedoch gibt es keinen Ort mehr, an den sie fliehen könnten. Letztlich sterben sie, ohne jede Hoffnung auf Erlösung, durch die offenbar werdende Wahrheit:
und alsdann wird der Boshafte offenbart werden,
welchen der Herr umbringen wird
mit dem Geist (pneuma) seines Mundes
und wird durch die Erscheinung seiner Zukunft
ihm ein Ende machen,
— 2. Thessalonicher 2,8
Andere Übersetzungen sprechen hier vom „Hauch seines Mundes", aber es geht nicht um einen Todeshauch, sondern um die geistige Wahrheit, deren Wirkung auf sündige Menschen tödlich ist und die in der Offenbarung als „Schwert" bezeichnet wird.
Was ist mit den Menschen, die vor der Wiederkunft Jesu im Laufe der Jahrtausende gelebt haben und in der Hoffnung auf ihn gestorben sind? Die Bibel spricht von einer „unzählbaren Schar", die im Glauben an Jesus gestorben ist und zur Erlösung aufersteht:
Darnach sah ich, und siehe, eine große Schar,
welche niemand zählen konnte,
aus allen Heiden und Völkern und Sprachen,
vor dem Stuhl stehend und vor dem Lamm,
angetan mit weißen Kleidern
und Palmen in ihren Händen,
schrieen mit großer Stimme und sprachen:
Heil sei dem, der auf dem Stuhl sitzt,
unserm Gott, und dem Lamm!
— Offenbarung 7,9-10
Diese erste Auferstehung ist die Auferstehung der Erlösten, die — bis auf ganz wenige Ausnahmen2 — gleichzeitig für alle gestorbenen Erlösten stattfindet. Paulus gibt uns im 1. Korinther 15,42-45 einen Blick auf dieses Geschehen:
Also auch die Auferstehung der Toten.
Es wird gesät verweslich,
und wird auferstehen unverweslich.
Es wird gesät in Unehre,
und wird auferstehen in Herrlichkeit.
Es wird gesät in Schwachheit,
und wird auferstehen in Kraft.
Es wird gesät ein natürlicher Leib,
und wird auferstehen ein geistlicher Leib.
Ist ein natürlicher Leib,
so ist auch ein geistiger Leib.
Wie es geschrieben steht: Der erste Mensch,
Adam, „ward zu einer lebendigen Seele", und der
letzte Adam zum Geist, der da lebendig macht.
Damit die Gläubigen leben können, erweckt und erneuert Jesus sowohl ihren Geist als auch ihren Körper:
Denn das ist der Wille des, der mich gesandt hat,
daß, wer den Sohn sieht und glaubt an ihn,
habe das ewige Leben;
und ich werde ihn
auferwecken am Jüngsten Tage.
— Johannes 6,40
Die Auferstehung ist der Abschluss der Wandlung und der Neugeburt des Menschen3, die im Glauben, also im Geist, schon in seinem irdischen Leben beginnt und von der Jesus in Johannes 3,5 zu Nikodemus spricht:
... Wahrlich, wahrlich ich sage dir: Es sei denn,
daß jemand geboren werde
aus Wasser und Geist,
so kann er nicht in das Reich Gottes kommen.
Römer 8,10-11 macht deutlich, dass die geistige Veränderung, die wir uns von Gott schenken lassen müssen, der Schlüssel zum ewigen Leben ist:
So aber Christus in euch ist,
so ist der Leib zwar tot um der Sünde willen, der
Geist aber ist Leben um der Gerechtigkeit willen.
So nun der Geist des, der Jesum von den Toten
auferweckt hat, in euch wohnt, so wird auch
derselbe,
der Christum von den Toten auferweckt hat,
eure sterblichen Leiber lebendig machen,
um deswillen, daß sein Geist in euch wohnt.
Weil ihre Körper nach ihrem Tod zu Erde zerfallen sind, erschafft und schenkt Jesus den Erlösten einen neuen Körper. Dieser Körper ist ebenso wie der Geist der Auferstandenen nicht mehr von der Sünde beeinflusst und damit unserem heutigen Körper in seinen Eigenschaften weit überlegen. Die Erneuerung des ganzen Menschen wird in der Realität der Auferstehung abgeschlossen:
Darum, ist jemand in Christo,
so ist er eine neue Kreatur,
das Alte ist vergangen,
siehe, es ist alles neu geworden.
— 2. Korinther 5,17
In Johannes 11,25-26 spricht Jesus:
... Ich bin die Auferstehung und das Leben.
Wer an mich glaubet, der wird leben,
ob er gleich stürbe; und wer da lebet und glaubet
an mich, der wird nimmermehr sterben. ...
Diese herrliche Verheißung bedeutet eben nicht, dass alle gläubigen Menschen vom (ersten) Tod verschont bleiben, sondern Jesus verspricht eine Auferstehung zum ewigen Leben für alle, die an ihn glauben. Der Glaube, die Gedanken und Erfahrungen im irdischen Leben eines Menschen spielen eine zentrale Rolle, sie werden vor oder während der Auferstehung also nicht einfach „ausgelöscht".
Der Geist der Gestorbenen ist beim Tod zurück zu Gott gegangen. Auf welche Weise der Geist/ Odem/Lebenshauch des Menschen in der Zeit zwischen seinem Tod und der Auferstehung bei Gott behalten und bewahrt wird, berichtet die Heilige Schrift nicht. Sicher ist, dass die Erlösten ihre Identität, ihre eigene Persönlichkeit behalten. Zugleich sind die Erlösten vom Irrtum des Sündenfalls — der Idee, wie Gott sein zu können — zum Zeitpunkt ihrer Auferstehung völlig befreit.
Hebräer 12,22-24 zählt auf, worauf Gläubige ihre Hoffnung richten sollen:
Sondern ihr seid gekommen zu dem Berge Zion
und zu der Stadt des lebendigen Gottes,
dem himmlischen Jerusalem,
und zu der Menge vieler tausend Engel
und zu der Gemeinde der Erstgeborenen,
die im Himmel angeschrieben sind,
und zu Gott, dem Richter über alle,
und zu den Geistern der vollendeten Gerechten
und zu dem Mittler des neuen Testaments, Jesus,
und zu dem Blut der Besprengung,
das da besser redet denn das Abels.
Mit den Erstgeborenen sind wiederum die 144.000 bei Jesu Wiederkunft ihn sehnsüchtig erwartende lebende Menschen angesprochen. Gott selbst, Jesus sowie die Engel werden gesondert erwähnt.
Wer sind nun die „Geister der vollendeten Gerechten"? Wir dürfen davon ausgehen, dass diese Gerechten sich nicht selbst vollendet haben, ihre Vollendung also ein Erlösungsgeschehen ist. Demnach kann es sich nur um diejenigen Menschen handeln, die vor der Wiederkunft Jesu sterben, jedoch in ihrem Leben die Erlösung durch Jesus Christus angenommen haben. Mit ihrer Erlösung ist notwendigerweise verbunden, dass sie im Geist „vollendet", also vollkommen von der Sünde bzw. der sündigen Natur aus dem alten Leben Adams gereinigt wurden oder noch werden — denn nur so, frei von der Sünde, können sie in das himmlische Jerusalem gelangen:
Und es wird nicht
hineingehen irgend ein Gemeines
und das da Greuel tut und Lüge,
sondern die geschrieben sind in dem Lebensbuch
des Lammes.
— Offenbarung 21,27
Soweit die Erlösten — gläubige und auf Jesus hoffende Menschen — im irdischen Leben noch nicht vollendet, d. h. nicht gänzlich frei vom Irrtum der Sünde geworden sind, lässt Gottes Gnade das an ihrer Vollendung noch Fehlende (ihre vollständige und restlose Befreiung von der sündigen Natur) in der Auferstehung geschehen.
Wir müssen, um erlöst zu werden, nicht alle Abläufe bei der Auferstehung verstehen. Gottes Handeln übersteigt unser Begreifen. Aber wir dürfen wissen, dass der letzte Adam, nämlich der auferstandene Jesus, uns ein ewiges neues Leben anbietet, wenn wir ihn heute als Heiland annehmen. Dabei ist es sein Geist, der lebendig macht — dasselbe Prinzip, wie es schon im Schöpfungsbericht geschrieben steht.
In der Bibel wird die Auferstehung zur Erlösung als gleichzeitiges Geschehen neben die plötzliche Verwandlung der noch lebenden Geretteten gestellt:
Siehe, ich sage euch ein Geheimnis:
Wir werden nicht alle entschlafen,
wir werden aber alle verwandelt werden;
und dasselbe plötzlich, in einem Augenblick,
zur Zeit der letzten Posaune.
Denn es wird die Posaune schallen,
und die Toten werden auferstehen unverweslich,
und wir werden verwandelt werden.
— 1. Korinther 15,51-52
Die Zeit der letzten Posaune ist der Moment unmittelbar vor dem Ende dieser Welt, am Tage des Herrn, der (ersten) Wiederkunft Jesu Christi.
Und er wird senden seine Engel mit hellen
Posaunen, und sie werden sammeln
seine Auserwählten von den vier Winden,
von einem Ende des Himmels zu dem andern.
— Matthäus 24,31
Alle Erlösten, zum einen die noch auf der Erde Lebenden (die 144.000) und zum anderen die schon Gestorbenen (die unzählbare Schar) erfahren gleichzeitig eine Verwandlung bzw. Auferstehung in ein neues Leben.
Dem Wortlaut im Korintherbrief nach scheint es so zu sein, als ob Paulus es für gut möglich hält, diesen Tag noch selbst zu erleben, so auch eine ähnliche Stelle im 1. Thessalonicher 4,17. Jedoch war Paulus bereits vor seiner Bekehrung durch Jesus selbst ein umfassend ausgebildeter Schriftgelehrter. Er kannte die bis dahin vorliegenden Bücher einschließlich Daniel auswendig. Zudem hatte er Jahre in der Wüste verbracht (Galater 1,16-18), in denen Jesus ihm den Heilsplan erklärte. Spätestens im Zuge dessen dürfte ihm die Bedeutung des Gesichtes der 2.300 prophetischen Abende und Morgen aus Daniel 8, also eine abzulaufende Zeitspanne von 2.300 Jahren, offenbart geworden sein.
Paulus wusste, dass Jesus erst wiederkommen wird, wenn es keine „noch errettbaren" Menschen mehr gibt, also sich alle lebenden Menschen endgültig für oder gegen Jesus entschieden haben. Deshalb wollte er „einen jeglichen Menschen vollkommen in Christo Jesu" darstellen (Kolosser 1,28). Auf seinen Reisen hatte Paulus wie niemand vor ihm die Botschaft des Evangeliums an die Heiden (Nichtjuden) verbreitet, aber ihm war zweifellos bewusst, dass es noch sehr viele Länder gab, in denen das Evangelium verkündet werden musste, weshalb er persönlich bis nach Spanien reisen wollte.
Warum dann die Aussage, dass „nicht alle entschlafen"? Das erschließt sich für uns heute, wenn wir die Bibel als Gottes Wort auch für die Menschen der Endzeit anerkennen, als die Zeit, die der Wiederkunft Jesu unmittelbar vorangeht. Für diese Menschen gilt buchstäblich, dass nicht alle entschlafen, aber alle verwandelt werden. Paulus wusste, dass seine Schriften ihre Wirkung nach seinem Tod behalten und den Gläubigen über tausende Jahre hinweg Unterweisung, Trost und Zuversicht geben würden.
In welchem Zustand befinden sich die Gestorbenen in der Zwischenzeit, von ihrem Tod an bis hin zur Auferstehung? Diese Zeit lässt sich wohl am besten als eine Art traumloser Schlaf beschreiben:
Denn die Lebendigen wissen,
daß sie sterben werden;
die Toten aber wissen nichts,
sie haben auch keinen Lohn mehr
— denn ihr Gedächtnis ist vergessen,
daß man sie nicht mehr liebt noch haßt
noch neidet — und haben kein Teil mehr auf der
Welt an allem, was unter der Sonne geschieht.
— Prediger 9,5-6
Während dieser Zeit gibt es also nichts, was die Verstorbenen wahrnehmen oder gar tun können, sie ruhen. Das gilt — bis zur Wiederkunft Jesu — im Übrigen gleichermaßen für alle Toten, also sowohl für Erlöste als auch für Verworfene.
Es gibt zwei Stellen im 1. Petrusbrief, die für eine andere Auffassung herangeführt werden. Im 1. Petrus 3,18-20 geht es um die Errettung durch Jesus Christus:
Sintemal auch Christus einmal für unsre Sünden
gelitten hat, der Gerechte für die Ungerechten,
auf daß er uns zu Gott führte,
und ist getötet nach dem Fleisch,
aber lebendig gemacht nach dem Geist.
In demselben ist er auch hingegangen
und hat gepredigt den Geistern im Gefängnis,
die vorzeiten nicht glaubten, da Gott harrte
und Geduld hatte zu den Zeiten Noahs,
da man die Arche zurüstete, in welcher wenige,
das ist acht Seelen,
gerettet wurden durchs Wasser;
Aus diesem Text wird mitunter fälschlicherweise abgeleitet, dass Jesus zwischen Karfreitag und seiner Auferstehung am Ostersonntag den Toten der Vorzeit Predigten hielt. Herangeführt wird dazu noch 1. Petrus 4,6:
Denn dazu ist auch den Toten das Evangelium
verkündigt, auf daß sie gerichtet werden
nach dem Menschen am Fleisch,
aber im Geist Gott leben.
Ist es vorstellbar, dass den Toten gepredigt wird und sie sich dann noch bewusst für oder gegen ihre Nachfolge Jesu entscheiden können? Sicher nicht, viele Stellen in der Bibel schließen dies aus und die Bibel widerspricht sich nicht.
Hebräer 9,27-28 lässt keinen Spielraum für eine Bekehrung, die erst nach dem Tod beginnt:
Und wie den Menschen gesetzt ist,
einmal zu sterben, darnach aber das Gericht:
also ist Christus einmal geopfert, wegzunehmen
vieler Sünden;
zum andernmal wird er ohne Sünde erscheinen
denen, die auf ihn warten, zur Seligkeit.
Konsequenterweise fordert deshalb die Bibel den Menschen auf, sein Leben zu benutzen und nicht zu vergeuden, so Prediger 9,10:
Alles, was dir vor Handen kommt zu tun,
das tue frisch;
denn bei den Toten, dahin du fährst,
ist weder Werk, Kunst, Vernunft noch Weisheit.
Mitunter wird argumentiert, dass die „Geister im Gefängnis" gefallene Engel seien, denen Jesus die Erlösungsbotschaft gepredigt habe. Dem widerspricht aber 2. Petrus 2,4:
Denn Gott hat die Engel, die gesündigt haben,
nicht verschont, sondern hat sie mit Ketten
der Finsternis zur Hölle verstoßen und übergeben,
daß sie zum Gericht behalten werden;
Aus diesem Text ebenso wie aus Judas 6 geht gerade nicht hervor, dass es für diese Engel irgendeine Möglichkeit zur Umkehr gibt. Damit stellt sich die Frage nach dem Ziel einer Predigt.4 Ohnehin kennen bzw. kannten die Engel die himmlischen Welten und Gott selbst auf ganz andere Weise als die Menschen, ihre Entscheidungen wiegen insoweit noch schwerer.
Geister im Gefängnis, die eine Erlösung empfangen können, sind die in der Sünde verfangenen Menschen, die in ihrem Geist, in ihrer innersten Identität, ihre Abhängigkeit von Gott bestreiten und in der Schlussfolgerung selbst wie Gott sein wollen, auch wenn sie dies bewusst meistens gar nicht aussprechen. Dieser Grundirrtum, das aussichtslose Verlangen nach etwas Unerreichbarem, nimmt den Geist des Menschen gefangen und nur durch den Glauben an Jesus Christus ist eine Befreiung möglich. Dieses Angebot gilt und galt allen Menschen von Adam und Eva an, aber viele haben es verworfen:
und hat nicht verschont die vorige Welt, sondern
bewahrte Noah, den Prediger der Gerechtigkeit,
selbacht und führte die Sintflut
über die Welt der Gottlosen;
— 2. Petrus 2,5
Noah predigte zu seiner Zeit mit Werk und Leben eine Umkehr zu Gott und baute an der Arche über Jahrzehnte, aber am Ende stiegen dennoch nur er und seine Familie5 in diese ein.
Die Stellen in den Petrusbriefen beschreiben die Erlösung als Angebot Gottes an alle Menschen, also ausdrücklich auch schon an diejenigen, die bereits in der Zeit vor der Sintflut gelebt haben. Noah und viele andere Botschafter und Propheten Gottes haben im Laufe der Jahrtausende im Geist Jesu gepredigt, also im Geist dessen, der lebendig macht.
Folglich können nicht nur die Menschen zur Zeit Jesu und die danach Geborenen die Erlösung erlangen, der Weg zur Erlösung und die Hoffnung einer Auferstehung stand grundsätzlich allen jemals lebenden Menschen offen. Dazu ist es nötig, im Geist Gottes zu leben. Das bedeutet, im Glauben das neue Leben Jesu Christi im Geist (= neues Leben) anzunehmen. Allein dieser Glaube erschließt dem Menschen die Vergebung seiner Sünden im Fleisch (= altes Leben). Petrus verdeutlicht, dass Gottes Botschaft in Gestalt des von Jesus Christus erbrachten Opfers an alle Menschen dieser Erde gerichtet war und weiter bis zu seiner Wiederkunft an alle Menschen gerichtet bleibt, wobei das Urteil über das vergangene Leben eines Menschen immer nur Gott zusteht.
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Bei seiner ersten Wiederkunft berührt Jesus die Erde nicht, siehe 1. Thessalonicher 4,17. ↩
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Mose erscheint als Auferstandener auf dem Berg der Verklärung (Matthäus 17,1-13). Dort steht er für alle Menschen, die auferstehen werden, während Elia (der lebend zum Himmel aufgefahren ist) für die Menschen steht, die nicht sterben müssen. Zudem geschieht die Auferstehung einiger Heiliger zusammen mit Jesu Auferstehung (Matthäus 27,52-53). ↩
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Die Auferstandenen behalten Erinnerungen an ihr irdisches Leben und dürfen Gott ihre Fragen vorlegen. ↩
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Selbst wenn Jesus den gefallenen Engeln seinen alles entscheidenden Sieg über Sünde, Tod und Satan verkündigt hat, bleiben diese dennoch festgehalten bis zum Tag des Gerichts. ↩
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Möglicherweise bekehrten sich etliche andere Menschen, die jedoch vor der Sintflut starben. ↩